Dabei vertiefen sie ihr Glaubenswissen, beten miteinander, diskutieren in der Kleingruppe Fragen zu Gott und Welt, engagieren sich sozial (Fastenaktion), setzen sich mit dem Thema Kirche - Pfarre auseinander und besteigen den Kirchturm. Vor allem aber geht es um den Heiligen Geist, der ja bei der Firmung in besonderer Weise empfangen wird. Am vergangenen Wochenende konnten die Firmlinge tief in die Fragen des Glaubens und der Gemeinschaft eintauchen.
Auftakt im Stift Seitenstetten am Samstag
P. Jacobus führte die interessierten Jugendlichen durch das Stift, wobei sie viel über die eigene Pfarre erfuhren, die ja eng durch Erzbischof Wichmann von Magdeburg mit dem Stift Seitenstetten verbunden ist. Er erzählte vom Leben der Mönche, von der Regel des Heiligen Benedikt und gab Erklärungen zu den einzigartigen Räumen und Kunstwerken des Stiftes.
Firmsendungsmesse am Sonntag: Von der Angst zum Mut und zur Begeisterung
In seiner Predigt - die ein Gespräch mit den sehr aufmerksamen Firmlingen war - erzählte der Pfarrer von Petrus, dessen Furcht (Verleugnung Jesu) und Niedergeschlagenheit (auch noch nach Ostern) sich durch den Empfang des Heiligen Geistes zu Pfingsten in brennenden Eifer verwandelte. Er zitierte jenen entscheidenden Moment aus der Apostelgeschichte, in dem Petrus mutig vor die Menschen tritt:
Es war eine Begeisterung spürbar, die nicht nur durch die schwungvollen Lieder der Firmlinge, sondern auch durch die Erfahrung der Gemeinschaft mit Gott im Wort, in der Eucharistie und im gemeinsamen Unterwegssein ihren Ursprung hatte. Der Heilige Geist war schon dabei und wird in besonderer Weise am kommenden Samstag durch Abt Petrus den Firmlingen zugesagt. P. Jacobus dankte den Firmhelferinnen herzlich.
Dieses Wochenende hat gezeigt, dass Glaube nichts Verstaubtes ist, sondern unser Leben mit Sinn und Freude erfüllt.