Wie in der Predigt unter anderem dargelegt wurde, geht das Brauchtum der Kräuterweihe zu Maria Himmelfahrt wohl auf den Kirchenvater Johannes von Damaskus zurück. Seiner Überlieferung nach soll dem leeren Grab Mariens bei der Öffnung ein Wohlgeruch nach Rosen und Kräutern entstiegen sein. Einen wunderbaren Duft verströmten auch die nach der Feiertagsmesse überreichten Kräuterbüscherl, die mit Dank und Freude gerne entgegengenommen wurden.
Ein herzliches Danke an die Frauen der KFB, dem Blumenteam für die herrlichen Arrangements und den Spendern der Blumen für die Pfarrkirche.
In Maria Seesal wird zu Maria Himmelfahrt Patrozinium gefeiert, zu dem sich zahlreiche Gottesdienstbesucher einfanden. Auch die Marienandacht bei der Ursprungskapelle am Nachmittag war gut besucht - P. Jacobus schilderte den Weg des Gnadenbildes, ausgehend vom Traum der Helene Wochner, über die Entdeckung des Bildes in der Krumpmühle durch deren Tochter Magdalena Lehner, die Erbauung der Ursprungskapelle und schließlich der Wallfahrtskirche. Dieses Bild ist wiederum die Kopie einer Marienstatue, die heute im Kloster der Salesiannerinnen in Wien 3, Rennweg verehrt wird.
Die Entstehungsgeschichte dieses Wallfahrtsortes, die Liebe, mit der die Seesaler ihre Kirche pflegen und herhalten und der mit Freude seelsorgliche Einsatz, sind ein lebendiges Glaubenszeugnis, das Hoffnung, Freude und Halt schenkt.